WLAN-Lichtinstallationen, RFID-Tags und Telemetrie live im Karlsruher Herbst erleben

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Ein Zusammenspiel aus Technologie und Kunst prägt Karlsruhes herbstliches Eventprogramm: Sechs Formate demonstrieren Einsatzmöglichkeiten von Motion-Tracking, RFID, Druck- und Temperatursensoren. Vernetzte LED-Girlanden synchronisieren Akrobatik mit Live-Musik, interaktive Gateways steuern Projektionen und Duftdiffusoren, während multisensorische Installationen im ZKM Sight-, Sound- und Haptikerfahrungen kreieren. Telemetrie misst CO?, Luftfeuchte und Herzfrequenz auf dem Marktplatz, KI-Analysen digitaler Fotos im Museum vermitteln Einblicke in Sensorintegration, Netzwerktechnik und interaktive UX-Konzepte zur unmittelbaren Umsetzung in eigene Projekte und Forschung.

Workshop zeigt Aufbau von Mesh-Netzen und Sensorintegration für Open-Air-Shows

ATOLL (Foto: KTG Karlsruhe Tourismus GmbH)

ATOLL (Foto: KTG Karlsruhe Tourismus GmbH)

Das Tollhaus wird vom 17. bis 26. September mit digitalen Zirkuselementen ausgestattet: Internationale Performer nutzen LED-Girlanden, drahtlose Mikrofone und Motion-Tracking, um ihre akrobatischen, choreographischen und musikalischen Beiträge in Echtzeit abzustimmen. Gleichzeitig laden begleitende Fachvorträge und Demonstrationen IoT-Interessierte Mesh-Netzwerke zu entwickeln, energieoptimierte Sensorplattformen zu konfigurieren und drahtlose Übertragungslatenzen zu messen, um hochverfügbare und synchrone Open-Air-Performances technisch zu realisieren. Die Sessions demonstrieren zudem skalierbare Gateway-Konzepte, Priorisierung von Sensordaten und Edge-Computing-Anwendungen.

Modular ergänzte Kunstinstallationen mit drahtlosen Gateways laden Experimenten ein

Die Kontemplation interaktiver Prozesse beginnt ab dem 26. September in der Orangerie der Kunsthalle mit Nicolas Daubanes Installation „Le feu interieur“. Über Drucksensoren und digitale Eingabeflächen aktivieren Besucher virtuelle Dialoge historischer Widerstandsgruppen. Temperatur- und Druckdaten werden in einem Gateway-basierten Netzwerk erfasst und modulieren Multimediaprojektionen in Echtzeit. Das System ist modular erweiterbar und eignet sich als technisches Versuchslabor für IoT-Architektur-Design, Sensorabgleich, Netzwerkdiagnose und Benutzererlebnis-Optimierung. Schnittstellenprüfung Performancebenchmarking Sicherheitsaudits Integrationstests Prototypvalidierung Dokumentationsübungen Usabilitystudien.

UX-Designs und Sensorikpraxis im Fokus der Silver Egg Ausstellung

Silver Egg im ZKM lädt zu einer innovativen Medienkunstreise mit rund fünfzig interaktiven Stationen ein, die visuelle, auditive, haptische und olfaktorische Reize verknüpfen. RFID-Module aktivieren Klanginstallationen, Bewegungsmelder steuern Lichtprojektionen, Duftdiffusoren breiten stufenlos wechselnde Aromakompositionen aus. Die multimediale Inszenierung erlaubt eine virtuelle Tauchfahrt durch Korallenriffe sowie experimentelles Parfümdesign. Als offenes Testbett hilft die Ausstellung IoT-Entwicklern bei der Evaluierung von Sensor-Fusion-Prozessen, Echtzeitkommunikation und nutzerorientierten Interface-Prototypen. Praxisnahe Einblicke in Edge-Computing und modulare Systemarchitektur.

Kabellose Übertragungssysteme und Lichtsteuerung revolutionieren technische Theaterinszenierung ab Oktober

Ab dem 4. Oktober integriert das Badische Staatstheater bei „Sunset Boulevard“ ein interaktives Steuerungspanel, über das User per Touchscreen Farbe und Intensität der Scheinwerfer-Arrays ändern können. Ein drahtloses In-Ear-Monitoring-System erlaubt jedem Künstler, über eine Smartphone-App individuelle Audioeinstellungen vorzunehmen. Ab dem 8. Oktober komplettiert die Wiederaufnahme von „Comedian Harmonists“ die Anwendung mit digitalen Mischpulten, kabellosen Mikrofon-Headsets und adaptiven Akustik-Filtern zur dynamischen Klangregulierung. So entstehen modulare IoT-Stage-Konzepte, die Technik und Kreativität nahtlos verbinden.

Interaktives Telemetrielabor am Marktplatz vermittelt praktische IoT-Erfahrungen vor Ort

Das ZKM errichtet auf dem Karlsruher Marktplatz vom 15. bis 27. Oktober eine bewohnbare Experimentierplattform. Mehrfach-Sensorpakete protokollieren laufend CO?-Gehalt, Luftfeuchte und Herzfrequenz der Bewohner. Über Funk verbundene Gateways senden Messdaten verschlüsselt an interaktive Infoboards. Teilnehmer erleben Live-Analysen zu Funkreichweite, Störsicherheit, Sensorkalibrierung, Redundanzarchitekturen, OTA-Updates, Security-Protokolle, Visualisierungsframeworks, Energiemanagement, Multiuser-Szenarien, Dashboard-Implementierung, API-Schnittstellen und Echtzeit-Debugging in praxisnahen Szenarios. Protokolloptimierung, Fail-Safe-Design, Mesh-Cluster-Tests, Latency-Tracking, Feldkalibrierungen, Integrationstests, Multicast-Streams, Logging-Tools, Datenexportfunktionen, Automatisierte Alerts, Firmware-Patching, Security-Audits, QA-Workflows, Dokumentationsvorlagen, Evaluierungsmetriken.

Parrathon kombiniert analoge Fotografien mit digitaler Bildanalyse und Statistiken

Das Kunstmuseum Karlsruhe eröffnet am 21. November die Ausstellung „Parrathon“, die Martin Parrs satirische Fotografien interaktiv präsentiert. High-Resolution-Scanner digitalisieren jedes fotografische Original, während OCR-Systeme automatisch Bildtexte extrahieren. Mittels KI-gestützter Bildanalyse werden Farbstatistiken erstellt und Motivtendenzen erfasst. In Workshops erlernen Besucher praxisnah den Einsatz von Scanner-Hardware, OCR-Softwares und Analysebibliotheken. Ziel ist es, aus analogen Fotografien strukturierte Datensätze zu produzieren und anhand von Visualisierungstools interaktive Darstellungsformen zu entwickeln. Abschließend folgt ein Teilnehmerparcours.

Karlsruhes Herbstprogramm vereint IoT-Fachwissen mit kreativer Medienkunst und richtet sich an interdisziplinäre Projektteams. In praxisorientierten Workshops konfigurieren Teilnehmer Mesh-Netzwerke für adaptive Lichtinstallationen, programmieren drahtlose Audiostreams und integrieren Sensorik für multisensorische Effekte. Telemetrie-Labore vermitteln robuste Funkprotokolle und Echtzeit-Datenverarbeitung. KI-gestützte Bildanalyse-Trainings veranschaulichen Methoden zur Datenerfassung in Galerien. Abgerundet wird das Angebot durch Paneldiskussionen zu UX-Design, Sicherheit und modularen Systemarchitekturen. Hands-on-Labs, Live-Demos, interaktive Coding-Sessions, praxisnahe Case Studies fördern nachhaltiges Verständnis und Austausch.

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